Theater Dortmund

Nathan der Weise - eine Figur, die der Schriftsteller Lessing ins Leben gerufen hat, um über Tolerenz und Humanismus zu schreiben.Themen, die im 18. Jahrhundert genauso aktuell waren, wie heute. Das Theaterstück besuchte die gesamte Q2 im Kinder- und Jugendtheater Dortmund.

Mehr als nur ein Buch

Auf der Internetseite des Theaters Dortmund, wird der Inhalt kurz zusammengefasst:

"Als Nathan, der jüdische Kaufmann, von einer Geschäftsreise in seine Heimat Jerusalem zurückkehrt, steht er vor einem Trümmerhaufen. Sein Haus ist abgebrannt und seine Tochter Recha ist nur knapp dem Tod entkommen. Sie verdankt ihr Leben einem jungen christlichen Tempelherrn, der sie aus den Flammen trug. Der Tempelherr schämt sich, einer Jüdin das Leben gerettet zu haben und auch Recha fällt es zunächst schwer, ihre Vorurteile zu vergessen.

Doch Nathans Heimat wird auch vom muslimischen Sultan Saladin und dem christlichen Patriarchen zerrissen, der Krieg um die Heilige Stadt tobt und wütet ohne Unterlass. Zwischen Intrigen und Machtkämpfen, religiösem Hass und Vorurteilen wird Nathan zum mächtigen Sultan gerufen, dem das Geld für seinen Krieg langsam ausgeht: „Sag, Nathan, was ist die einzig wahre Religion?“ Weiß Nathan die Antwort, wird vielleicht alles gut. Weiß er sie nicht, droht Unglück für ihn und seine Familie …"

 

Ein Thema, das zum Austausch einlädt

Das allgegenwärtige Thema des Stückes ist die Toleranz und das friedliche Miteinander der Religionen untereinander. Hier stellte sich für alle Zuschauer schnell die Frage: "Ist dies in der Realität umsetzbar oder doch nur eine Wunschvorstellung?" Der Stoff der Geschichte lädt zum Grübeln, Nachdenken, Diskutieren und Handeln ein.

 

Analog und virtuell

Gemeinsam mit ihren Kurslehrern Herr Schmidt, Frau Groh und Frau Hannich besuchten die Schüler*innen die Vorstellung vor Ort und erlebten, wie ergreifend, erlebnisreich und gefühlsgeladen eine Aufführung im Theater ist.

Dennoch geht das KJT auch neue Wege. Neben der analogen Vorstellung gibt es eine "digitale" Version. Die Geschichte wird in einer Onlineversion erzählt, die auch direkt in den Klassenräumen als Video gezeigt werden kann. Nathans Tochter Recha ist dabei komplett in der heutigen Zeit angekommen und das Theater beschreibt die Story so:

"In ihrem Internet-Vlog erzählt Nathans Tochter Recha ihre Geschichte. Ein junger Mann hat sie aus ihrem brennenden Haus gerettet, doch er ist verschwunden. Mit Hilfe von Google und Facebook will Recha ihn wiederfinden und vor allem herausfinden, woran sie glauben soll."

Dabei sein

Egal ob analog oder digital, die Geschichte ist aktuell wie nie und geeignet für Jugendlichen ab 16 Jahren. Die Q2 der GHG hat entschieden "Ein Besuch lohnt sich!"