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Die Projektklasse setzte sich künstlerisch mit dem Attentat in Hanau auseinander. Entstanden ist ein Projekt voller Erinnerungen.

Erinnern heißt Verantwortung übernehmen – Ein Projekt zum Anschlag von Hanau

Im Unterricht behandelte die Projektklasse den Anschlag in Hanau im Jahr 2020 – ein Ereignis, das viele tief erschüttert hat. In der Klasse haben viele Kinder eine internationale Familiengeschichte. Rassistische Gewalt ist leider keine Vergangenheit, sondern weiterhin Realität in Deutschland. Umso wichtiger war es, gemeinsam ein Zeichen zu setzen.

Der rechtsextremistische Anschlag von Hanau hat neun junge Menschen aus rassistischen Motiven das Leben gekostet. Im Unterricht wurde ein Dokumentarfilm über die Tat angesehen und anschließend intensiv darüber gesprochen. Dabei ging es um Rassismus, Ausgrenzung, Angst und Trauer – aber ebenso um Zusammenhalt, Respekt und gesellschaftliche Verantwortung.

Aus diesen Gesprächen entstand die Idee zu einem künstlerischen Ausstellungsprojekt mit der GU-Klasse. Ziel war es, den Opfern ein Gesicht zu geben, ihre Namen sichtbar zu machen und ein deutliches Zeichen gegen Hass zu setzen.

Kunst als Ausdruck von Erinnerung und Haltung

Als Grundlage dienten schwarz-weiße Porträtfotos der neun Opfer. Mithilfe der Rasternetz-Technik wurden die Bilder vergrößert und sorgfältig auf Aquarellpapier übertragen.

Die Gesichter wurden bewusst farbig gestaltet – mit weichen Farbverläufen, die die menschliche Vielfalt symbolisieren. Jeder Mensch ist einzigartig. Jede Identität ist wertvoll. Die farbliche Gestaltung steht für Individualität, Leben und kulturelle Diversität.

Alle Porträts wurden zusätzlich mit Magentarot ergänzt. Diese Farbe symbolisiert die Gewalttat und das vergossene Blut, da alle Opfer erschossen wurden. Das Rot erinnert an die Brutalität des Verbrechens und macht deutlich, dass hinter jeder Tat menschliche Schicksale stehen.

Die Schülerinnen und Schüler gestalteten zudem Sprechblasen für jedes Opfer. Darin formulierten sie Gedanken, Wünsche oder Botschaften gegen Hass und Rassismus. Unter jedes Porträt wurden die Namen der Ermordeten geschrieben. Denn Erinnerung bedeutet auch, Namen zu nennen und nicht zu vergessen.

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Ein gemeinsamer Lern- und Gestaltungsprozess

Über mehrere Wochen hinweg arbeiteten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrkräfte an diesem Projekt. Dabei entstand nicht nur eine Ausstellung, sondern auch ein intensiver Lernprozess. Es wurde diskutiert, reflektiert und hinterfragt:

  • Was bedeutet Rassismus in unserer Gesellschaft?
  • Warum ist Vielfalt eine Stärke?
  • Welche Verantwortung trägt jede und jeder Einzelne?

Die Ausstellung steht heute für mehr als nur künstlerische Arbeiten. Sie ist ein Zeichen für Menschlichkeit, Solidarität und eine klare Haltung gegen Rassismus.

Denn rassistische Gewalt darf keinen Platz in unserer Gesellschaft haben.
Und Erinnern ist ein wichtiger Schritt, damit sich solche Taten nicht wiederholen.

 

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